Grillen / 17. April 2017

Sichere Grillsaison: So lassen sich Flammen vermeiden

 

Gerade beim Anzünden eines Holzkohlegrills ist Geduld gefragt. Zur Beschleunigung sollte aber kein Brennspiritus, Lampenöl oder Benzin zum Einsatz kommen. Diese können nämlich Stichflamme erzeugen. Wie ihr Flammen beim Grillen vermeidet, sagen wir hier.

Flammen beim Grillen vermeiden
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Finger weg von Brandbeschleunigern!

Es gilt: Um offene Flammen beim Grillen zu vermeiden, solltet ihr ausschließlich geprüfte und sichere Grillanzünder verwenden. Erhältlich sind diese Anzünder als Paste, aus der Flasche oder in fester Form. Immer die Gebrauchsanweisung beachten und genug Zeit einkalkulieren – bis die Kohle richtig durch ist, kann es durchaus eine halbe Stunde dauern.

Safety First: Grillen nur im Freien

Auch die folgenden Tipps sollten beachtet werden, um offene Flammen beim Grillen zu vermeiden: Dass Holzkohle- und Gasgrills nur im Freien verwendet werden dürfen, versteht sich von selbst. Wer unbedingt in Innenräumen grillen möchte (oder muss), dem bleibt nur der Elektrogrill. Beim Grill selbst ist darauf zu achten, dass das Gerät sicherheitsgeprüft und kippsicher ist und keine scharfen Kanten aufweist. Als Grillplatz geeignet ist eine freie und ebene Stelle mit ausreichendem Abstand zu Pflanzen und Gebäuden. Den Holzkohlegrill ausschließlich mit entsprechender Kohle beziehungsweise Briketts befeuern – die Verwendung von Altholz, Nadelbaumzweigen oder Altpapier könnte krebserregende Stoffe freisetzen. Der „Grillmeister“ selbst muss stets ein Auge auf den Grill und die Glut haben – auch Funkenflug ist nicht ungefährlich. Die wichtigen Grill-Utensilien wie Zange, Wender und Schürhaken sind in der Nähe des Grills zu platzieren. Aufgrund der Hitzeentwicklung und eventuellen Fettspritzern empfiehlt sich das Tragen von Schürze und Grillhandschuhen.

Vorsicht auch bei Gasgrills

Um beim Gasgrill Flammen zu vermeiden, muss zunächst einmal beim Einschalten der Deckel geöffnet sein. So kann sich das Gas nicht unter der Haube sammeln. Der Zünder sollte rasch nach dem Einschalten betätigt werden. Je länger mit dem Zünden gewartet wird, desto mehr Gas tritt aus. Im Extremfall kann es dann zu einer Stichflamme kommen. Auch das Entfernen von alten Essensresten und Verkrustungen sollte vor jeder Benutzung des Gasgrills selbstverständlich sein, da sich diese sonst entzünden und ebenfalls zu einer Stichflamme führen können. Am besten lassen sich die Reste entfernen, wenn die Grillroste noch warm sind. Neben Seifenwasser und weichen Lappen sollte für die Reinigung auch eine gute Grillbürste benutzt werden.

Fettbrand beim Grillen vermeiden

Ein Fettbrand kann auf zwei Arten entstehen: durch eine übervolle Fettwanne beim Gasgrill oder durch heruntertropfendes Fett, das sich entzündet. Um einen Fettbrand beim Grillen zu vermeiden, verdienen folgende Punkte Beachtung: Jeder Gasgrill besitzt unter dem Rost und den Brennern eine Wanne, in der herunterlaufendes Fett gesammelt wird. Wird diese Wanne zu voll, kann das Fett anfangen zu spritzen oder sogar zu brennen. Wer seinen Gasgrill regelmäßig verwendet, sollte also immer ein Auge auf die Wanne und ihren Füllstand haben. Sollte sich doch Fett entzünden, ist Wasser kein geeignetes Löschmittel. Das Feuer könnte sich dadurch noch weiter ausbreiten oder es könnte zu einer Explosion kommen.

Wenn Fett in großen Mengen vom Fleisch heruntertropft, kann dieses ebenfalls für einen Fettbrand sorgen – in Form lodernder Flammen, die das Fleisch umzüngeln. Das mag ja kernig aussehen, aber sicher ist es nicht und gesund schon gar nicht. Um die Flammen beim Grillen zu vermeiden, hilft beim Holzkohlegrill nur, das Fleisch von der brennenden Stelle zu nehmen und zu warten, bis die Flammen verschwinden. Generell sollte Grillgut nie direkt auf den Rost gelegt werden, sondern in Aluschalen. Diese Fangen das Fett auf. Für den Gasgrill kann ein Schutzblech in Form einer Flammenabdeckung dazugekauft werden – das verhindert den direkten Kontakt von Marinaden und Fett mit dem Brenner.

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