Baby & Kind / 08. Juni 2017

Frisch gebloggt: Alltagsstress zur Mittagszeit – und wie ich als Mutter entgegenwirke

 

Beruf, Haushalt, Kinder – für viele Mütter ist das eine große Herausforderung, der sie sich aber gern stellen. Schließlich ist Muttersein eine zwar sehr anspruchsvolle, aber auch sehr befriedigende Aufgabe. Es kommt eben darauf an, den Alltag gut zu organisieren.

Veronika Pachala CfC

Vor vier Jahren fanden wir heraus, dass meine Tochter unter etlichen Lebensmittelunverträglichkeiten leidet, und ich stellte meine Ernährung zusammen mit ihrer um. Seitdem bin ich ein Fan des Vorkochens! Ich begann damit, vollwertiges (Pseudo-)Getreide wie Dinkel, Vollkornreis, Hirse und Quinoa für drei Tage vorzukochen. Daraus bereitete ich jeden Tag ein anderes Mittagessen zu, das dann schnell auf den Tisch kam. Bis heute behalte ich diese Arbeitsersparnis bei.

Vorkochen fürs Frühstück: Tschüss, morgendlicher Stress!

Als meine Tochter in den Kindergarten kam, führte ich dasselbe Konzept auch fürs Frühstück ein. Wir lieben warmen Frühstücksbrei aus Hafer- oder Hirseflocken mit Vanille und frischen Früchten, manchmal mit einigen Nüssen oder Samen dazu, manchmal mit Nussmus oder einem Spritzer Ahornsirup. Frühstücksbrei lässt sich fantastisch für mehrere Tage vorkochen und morgens mit einem Schuss (pflanzlicher) Milch erneut kurz aufkochen.

Vor fünf Monaten ist mein zweites Kind auf die Welt gekommen, zusätzlich bin ich von zu Hause aus berufstätig. Da habe ich kaum mal eine Hand für die Zubereitung des Mittagessens frei. Zur Mittagszeit haben außerdem andere Aufgaben Priorität: Ich muss schleunigst meine Arbeitsutensilien vom Esstisch wegräumen, meine Tochter aus dem Kindergarten abholen – die dann erst einmal Aufmerksamkeit einfordert – und das Baby schlafen legen.

TK-Gemüse, Curry, vorgekochtes Getreide – fertig ist das Mittagessen

Wie oft haben mich da eine Dose Kokosmilch, ein Teelöffel Thai-Curry-Paste und zwei Handvoll Tiefkühlgemüse wie Brokkoli, grüne Bohnen, Blumenkohl oder Erbsen und das vorgekochte Getreide schon gerettet! Nach dem Mittagessen kann ich erst einmal durchatmen, lese meiner Tochter ein Buch vor, entschleunige.

Neulich am Nachmittag kam meine Freundin zu Besuch. Sie ist auch Mutter und macht gerade ihren Master. Sie kam völlig abgehetzt von der Uni zu uns und stöhnte: „Ich habe noch nicht mal Mittag gegessen!“ Man kann sich nicht vorstellen, was für einen Gefallen man einer Mutter bereitet, wenn man ihr einen Teller warmes Curry vorsetzt und so das Kochen erspart. Wer hat eigentlich festgelegt, dass es jeden Tag etwas anderes auf dem Teller geben muss? Übertriebener Anspruch! Schließlich schmeckt ein Curry am zweiten Tag mindestens genauso gut! Deshalb mein Tipp: Senkt eure Ansprüche und macht es euch einfacher. Kocht gleich doppelte oder besser noch dreifache Portionen und esst einfach das gleiche Gericht an zwei Tagen hintereinander, ihr könnt es ja leicht abwandeln. Und die dritte Portion friert ihr für ein anderes Mal ein – ich bevorzuge dafür Frischhaltedosen aus Glas. Auch TK-Gemüse ist sehr praktisch und, weil schockgefroren, nicht weniger gesund. Ihr spart dabei Zeit und nehmt eine gehörige Portion (Koch-) Stress aus dem Alltag!

 

Über CarrotsforClaire.com von Veronika Pachala

Als Mutter zweier Kinder geht es Veronika Pachala vor allem darum, schnell, einfach und unkompliziert zu kochen und dabei das Maximum an Geschmack und Gesundheit herauszuholen. Die Idee ihres Blogs CarrotsforClaire geht auf die Unverträglichkeiten (Kuhmilchprodukte, Geschmacks- und Farbstoffe …) ihrer fünfjährigen Tochter Claire zurück. Verbunden mit dem Bedürfnis, Claire hochwertige Lebensmittel statt schlechter Fette, Fabrikzucker und „leerer“, also nährstoffloser Zutaten anzubieten, hat Veronika ihre Ernährung umgestellt. Sie hat auf diese Weise 13 Kilogramm verloren – und freut sich, dass ihre Familie inzwischen oft auf tierische Produkte verzichten kann.