Frisch gebloggt / 01. September 2016

Blog des Monats: Hase im Glück

 
Foodblog Hase im Glück
Quelle: Sandra Cetin

Neben tollen Bildern, bei denen man direkt Lust auf Essen bekommt, gibt uns Sandra auf ihrem Blog „Hase im Glück“ regelmäßig einen sehr unterhaltsamen Einblick in ihren (Blogger-)Alltag. Neben ausgefallenen Rezepten wie Hähnchen à la Ottolenghi mit Zitrone oder Sumach & Za’atar oder Kindeybohnen Salat mit Feta & Harissa Sauce findest du auf Sandras Blog auch leckere Kuchenrezepte wie den italienischen Mandel-Ricotta-Zitronen-Kuchen oder einen Baileys Käsekuchen mit Oreo Boden. Auch auf Reisen nimmt Sandra ihre Leser regelmäßig mit. Dort holt sie sich gerne Inspirationen für neue Rezepte und Geschichten. Warum der Name ihres Blogs eine ganz persönliche Bedeutung hat und welche Tipps sie für Blog-Anfänger hat, erfährst du in unserem Interview.

Was hat Dich dazu motiviert, mit Deinem Blog anzufangen?

Ich habe ganze eineinhalb Jahre darüber nachgedacht, einen eigenen Foodblog ins Leben zu rufen, aber da ich jobtechnisch sehr eingespannt war, fehlte mir schlicht und ergreifend die Zeit dafür. Als mein Mann und ich im Sommer 2014 von Düsseldorf nach München gezogen sind und ich etwas Zeit zwischen meinen Jobs hatte, dachte ich mir „jetzt oder nie“ und habe meinen Foodblog „Hase im Glück“ gegründet. Mittlerweile kann ich mir mein Leben ohne den Blog gar nicht mehr vorstellen.

Was unterscheidet Deinen Blog von anderen?

Neben der Tatsache, dass ich wie viele andere Blogger voller Herzblut und Leidenschaft koche, backe, dekoriere und fotografiere, gebe ich mir besonders Mühe mit meinen Texten. Meine Leser bekommen nicht nur ein Rezept und die passenden Fotos von mir präsentiert, sondern auch Einblicke in meinen (zuweilen chaotischen) Alltag, Geschichten um meine Rezepte herum und Gedanken, die ich mir um bestimmte Themen mache, gleich mitgeliefert.

Was inspiriert Dich?

Für meine Rezepte inspiriert mich am meisten, welche Saison wir gerade haben, denn ich liebe es, saisonale Obst- und Gemüsesorten zu verarbeiten. Auch bringe ich von jeder Reise mindestens drei Rezeptideen mit nach Hause. Und für meine Texte inspiriert es mich am meisten, mit offen Augen durch meinen Alltag zu laufen – man glaubt gar nicht, wie viele Dinge um einen herum passieren, die man eigentlich nicht wahrnimmt.

Wie viel Zeit investierst Du in Deinen Blog?

Pro Blogbeitrag benötige ich um die acht Stunden – und da ist das Aufräumen noch nicht einmal mit einberechnet.

Betreibst Du Deinen Blog hauptberuflich oder nebenher?

Ich betreibe meinen Blog nebenher. Deshalb ist es mir häufig leider nicht möglich, so oft zu bloggen, wie ich es eigentlich gerne tun würde. Eine richtige Planung ist deshalb das A und O – da kann es durchaus mal vorkommen, dass ich an einem Sonntagmorgen um 7 Uhr hackfleischbratend in der Küche stehe, um ein Rezept vorzubereiten.

Wie ist Dein Blog zu seinem Namen gekommen?

Mein Mann nennt mich „Hase“ und irgendwie wollte ich ihm auf eine bestimmte Art und Weise den Blog widmen. Immerhin bekommt er hautnah alle Hochs (= die Freude über gelungene Rezepte und schöne Bilder) und Tiefs (= Sandra rast wie von der Tarantel gestochen zwischen Küche und Fotoaufbau hin und her, Sandra kämpft mit den Kameraeinstellungen, zusammenfallenden Aufbauten, falsch eingeschätzten Backzeiten etc.) mit. Zuerst war „Hase im Glück“ nur ein Arbeitstitel, aber da der Name zu 100% meinen Zustand in der Küche beschreibt, habe ich ihn einfach beibehalten.

Wem würdest Du beim Kochen gerne mal über die Schulter schauen?

Ich bin ein riesiger Italienfan und würde super gerne mal einen Tag mit einer richtigen italienischen Mamma in ihrer Küche verbringen und mit ihr traditionelle italienische Familienrezepte kochen.

Liest Du selbst auch gerne Foodblogs? Welche sind Deine Favoriten?

Das ist tatsächlich die Frage, vor der ich mich in Interviews am meisten fürchte, denn sie ist so schwierig zu beantworten. Ja, ich lese unheimlich gerne auch andere Foodblogs und nein, ich kann hier beim besten Willen keine Auswahl nennen, weil meine Lieblingsblogs wahnsinnig unterschiedlich sind und ich einfach keine Best-of-Liste erstellen kann.

Ist bei Dir in der Küche auch schon mal etwas schief gegangen?

Oh ja, weit mehr als ein Mal! Ich habe zum Beispiel fast eineinhalb Jahre gebraucht, um mich mit Hefeteig anzufreunden. Und der Moment, wenn ich einen Käsekuchen aus der Form hole, treibt mir ich nach wie vor Schweißperlen auf die Stirn.

Hast Du Tipps für Foodblog-Anfänger?

Ja, ich habe aus eigener Erfahrung ein paar Tipps, die mir sehr weitergeholfen haben:

  • Lass Dich von anderen Blogs inspirieren, aber versuche nicht, sie zu kopieren – damit wird man nicht glücklich
  • Sehe das Bloggen als einen Prozess – es muss nicht von Tag 1 an alles 100% stehen, vielmehr ist das Bloggen eine kontinuierliche Entwicklung, aus der man nur lernt, wenn man offen dafür ist
  • Definiere für Dich, was Du möchtest – eine hohe Anzahl an Fans in den Social Media Kanälen ist etwas anderes als eine treue Leserschaft, die immer wieder gerne auf Deinen Blog zurück kommt

Stell uns doch bitte dein persönliches, von Dir selbst entworfenes Lieblingsrezept vor.

Eines meiner Lieblingsrezepte, von dem ich nicht genug bekommen kann, sind Süßkartoffel Spaghetti mit Ziegenfrischkäse und Speck. Ein absolut einfaches Rezept, das super lecker schmeckt. Wenn man keinen Spiralschneider zur Hand hat, dann kann man die Süßkartoffeln einfach wie Bratkartoffeln anbraten und zubereiten – das tut dem Geschmack keinen Abbruch.

Hase im Glück

Das Rezept für die köstlichen Süßkartoffel-Spaghetti findet ihr bei Sandra auf dem Blog.

Vielen Dank, Sandra, für diesen kleinen Einblick in deine Bloggerwelt.

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