Frisch gebloggt / 22. Juli 2016

Der große Eis-Report: Deutsche heiß auf Eis!

 

Wir Deutschen lieben Eis! Acht Liter kühle Eiscreme schleckt jeder Bundesbürger durchschnittlich im Jahr. Nur die Skandinavier schaffen mehr. Der Genuss steht beim Eisessen für die meisten im Vordergrund: 40 Prozent der Deutschen sehen Eis als Schlemmerei an. Das hat eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Kaufland herausgefunden. Wie die Deutschen zu den Eispreisen stehen und wie gut die Alternative Selbermachen funktioniert, liest du hier.

Quelle: Lukas Gojda/fotolia

Eis sorgt für Sommerfeeling – und der Genuss macht süchtig

Fast die Hälfte der 1.007 Teilnehmer der repräsentativen Umfrage verbindet Eisessen mit Genuss. Je älter wir werden, desto wichtiger wird es, die kalte Leckerei zu genießen. Für rund ein Drittel bedeutet Eis das ultimative Sommerfeeling. Bei den 14- bis 19-Jährigen sind es sogar 49 Prozent. Jeder zehnte schwelgt beim Lutschen am Eis in Kindheitserinnerungen.

Dabei werden die positiven Gefühle, die wir mit dem Eisessen verbinden, allzu oft getrübt: 31 Prozent der Umfrageteilnehmer finden die Preise für Eis aus der Eisdiele zu teuer, 15 Prozent sogar deutlich zu teuer.

Dabei sollten wir uns hin und wieder ein Eis genehmigen. Erstens sind laut Ernährungsberatern zwei Kugeln Eis, also rund 150 Gramm, am Tag durchaus erlaubt. Zweitens macht Eis glücklich und bietet uns einen Moment der Entspannung. Mal eben hastig ein Eis lutschen? Nein! Am besten setzt man sich dafür gemütlich in die Sonne oder aufs Sofa, schließt die Augen und genießt die Abkühlung auf der Zunge.

„Speiseeis ist gut für die Gesundheit, sagen Ärzte. Es macht glücklich und eignet sich hervorragend zum Abbau von Stress, das wiesen Wissenschaftler in einer Studie nach.“
„Die Welt“

Bei allzu gierigen Eisessern tritt gelegentlich der typische „Gehirn-Frost“ auf: Beim genüsslichen Schlecken zieht plötzlich ein Eiscreme-Kopfschmerz über Stirn und Schläfen. Eine Studie des Universitätsklinikums Halle an der Saale hat herausgefunden: Durch eine Verengung der Blutgefäße kommt eine Art Krampf zustande, wenn etwas Eiskaltes den Rachenraum berührt. Man muss deshalb aber nicht aufhören, Eis zu essen. Stattdessen einfach die Köstlichkeit langsam auf der Zunge zergehen lassen!

Hier alles auf einen Blick: Einfach auf die Info-Grafik klicken und nach unten scrollen.

Saftige Preise für leckeres EisKaufland Eis-Report

Gutes Eis vom Eiscafé schmeckt vielen im ersten Moment bitter – aufgrund seines Preises: Waren es vor 30 Jahren noch etwa 30 Pfennig, die man für eine Kugel Eis berappen musste, müssen Eisliebhaber heute das Zehnfach für die Kugel ausgeben. Im Schnitt bezahlt man zwischen 1 und 1,60 Euro für ein Bällchen Schokoladen-, Vanille- oder Erdbeereiscreme (neben Stracciatella, Nuss und Joghurt und Zitrone übrigens die beliebtesten Eissorten der Deutschen).

Die Hauptbestandteile von gutem Eis sind meist Milch und Sahne sowie Zucker und Butter. Je nach Sorte kommen noch frische Früchte, hochwertige Gewürze, ganze Nüsse und zartschmelzende Schokolade hinzu. Das wirkt sich nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Kalorienbilanz aus: Während eine Kugel Zitronensorbet (etwa 75 Gramm ohne Milch oder Sahne) rund 90 Kalorien hat, schlägt ein gleichgroßes Bällchen Schokoladenmilcheis mit 170 Kilokalorien zu Buche.

Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Eis nur in kleinen Mengen und bewusst als Dessert oder Süßigkeit genießen. So wird aus der Nascherei nicht gleich die Kalorienbombe. Wer statt des sahnigen Vanilleeis‘ mit Sahne, Schokosoße und Streuseln den Fruchteisbecher wählt, kann rund 150 Kilokalorien sparen. Und muss nicht einmal auf Krokant und das Sahnehäubchen verzichten. Wer zuckrige und fettige Garnituren ganz weglässt, macht den Eisgenuss noch gesünder.

Eis muss keine Kalorienbombe sein

Eis ist nicht gleich Eis! Man unterscheidet zwischen Milcheis, Sahneeis, Fruchteis und Wassereis. Die Namen deuten bereits die Zutaten an: Während Milch- und Sahneeis durch ihren Milchfettgehalt besonders cremig sind, besteht erfrischendes Fruchteis hauptsächlich aus Früchten, Zucker und Wasser. Eis kann auch aus anderen Milchprodukten bestehen, etwa aus Joghurt oder Buttermilch.

„Ein Fruchteis lässt sich zu Hause ganz leicht selbst herstellen: Pürierte Früchte mit Joghurt oder Buttermilch vermischen und für einige Stunden im Gefrierfach kalt stellen, zwischendurch umrühren.“
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Wie gut, dass man auch schon mit wenigen Zutaten und ohne großen Aufwand Eis selbst herstellen kann. In diesem Artikel erklären wir, wie das geht. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Deutschen kann sich vorstellen, Eis selber zu machen. Über ein Drittel (37 Prozent) hat sich bereits als Gelatiere versucht – meist, um Geld zu sparen. Doch die Deutschen kennen noch viele weitere gute Gründe, Eis in der heimischen Küche zuzubereiten: Man kann es nach seinen eigenen Geschmacksvorstellungen anrühren (für 61 Prozent wichtig), man kennt die Inhaltsstoffe (für 59 Prozent entscheidend) und es bringt Spaß (Pluspunkt für 42 Prozent).

Daraus wird Eis gemacht

Die zwei Basiszutaten für Eis sind immer Flüssigkeit und Zucker. Man verwendet entweder ein Milchprodukt oder Wasser. Ein gewisser Fettgehalt in der Flüssigkeit ist ein Garant für Geschmack. Der Zucker sorgt für die cremige Konsistenz. Experimentierfreudige Eisesser versuchen auch Varianten mit Kokosmilch und Erdnussbutter oder herzhafte Kreationen mit Gemüse. Selbst veganes Eis lässt sich mit Mandel- und Sojamilch ohne Probleme herstellen. Figurbewusste nehmen für die Süße statt Zucker Honig oder Stevia. Je nach Geschmack fügt man noch Fruchtsaft, Fruchpüree oder ganze Früchte (die ebenfalls für Süße sorgen), Nüsse, Gewürze (zum Beispiel Vanille, Kakao, Zimt, Kaffee, Chili, Kräuter, Pfeffer, Anis oder Lavendel) sowie Kräuter, Schokolade oder Kekse hinzu. Auch Soßen, Liköre und Konfitüren passen hervorragend in ein Eis. Dem Geschmack und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Das Tolle am Selbermachen: Auch kleine Portionen lassen sich prima zubereiten. So kann man die eigens kreierte Aromaexplosion erst einmal an wenigen Bällchen austesten.

Eis selber machen – ohne großen Aufwand

Allerdings schätzt die Hälfte der Deutschen den Aufwand fürs Eismachen hoch ein: 56 Prozent glauben, dass Do-it-Yourself-Eis zu viel Zeit in Anspruch nimmt oder sie dafür eine Eismaschine bräuchten (58 Prozent). Dabei ist Eismachen kinderleicht – und das Ergebnis schmeckt mindestens genauso gut wie aus der Eisdiele. Die Befürchtung, selbstgemachtes Eis würde nicht an gekauftes herankommen, schreckt übrigens ein Viertel der Befragten ab.

Unsere schnellen Rezepte für leckeres, selbstgemachtes Eis beweisen jedoch das Gegenteil:

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