Trends / 18. Oktober 2016

Hokkaido, Spaghettikürbis und Co: So vielseitig und gesund ist Kürbis

 

Heute gibt es Kürbis! Doch welchen? Bei mehr als 800 Sorten verliert man leicht den Überblick: Was unterscheidet einen Sommer- von einem Winterkürbis? Woran erkennt man einen Moschuskürbis? Was hat der Spaghettikürbis mit Kürbisspaghetti zu tun? Spannende Fakten rund um das vielseitige Gemüse folgen hier. Das Tolle: (Fast) jeder Kürbis ist gesund und ausgesprochen lecker.

Kürbis gesund
Quelle: Wieselpixx/fotolia

Kürbis: Gesund dank Vitalstoffen und Antioxidantien

Der Kürbis ist – obwohl zigmal größer und schwerer – botanisch verwandt mit den Beeren. Da wundert es nicht, dass der Kürbis ebenfalls reichlich Vitalstoffe und Antioxidantien enthält. Neben Magnesium, Kalzium und Kalium bietet der Kürbis gesundes Betacarotin. Es wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und schützt die Körperzellen vor freien Radikalen. Zudem verleiht das Betacarotin bei den meisten Sorten dem Kürbisfleisch eine sattorange Farbe. Weiterer Pluspunkt: Auf 100 Gramm Kürbis kommen gerade einmal 28 Kalorien. Der Genuss ist also ohne schlechtes Gewissen möglich!

Sommerkürbisse: Zucchini und Spaghettikürbis

Dank der unterschiedlichen Gattungen und mit einem Händchen für die richtige Lagerung kann man nahezu das ganze Jahr über gesunden Kürbis essen. Selbst Zucchini gilt als eine Kürbisunterart und zählt zu den Sommerkürbissen. Ein weiterer Vertreter der Sommer- oder Gartenkürbisse ist der Spaghettikürbis. Er hat seinen Namen nicht von ungefähr: Wer den leicht nussig schmeckenden Kürbis im Ganzen gart, erhält leckere Kürbisspaghetti – ganz ohne Julienne- oder Spiral-Schneider. Dazu wird die grünliche Schale vorher rundherum eingestochen. Nach dem Kochen lässt sich der Kürbis ganz einfach zerteilen. Wenn die Kerne entfernt sind, löst sich das Fruchtfleisch von der Schale. Es zerfällt durch das Kochen so stark in einzelne Fasern, dass man es ohne weiteres Zutun als Gemüsenudeln essen kann.

Winterkürbisse: Je reifer, desto intensiver

Daneben unterscheidet man vor allem Winter- und Moschuskürbisse. Winterkürbisse werden im Herbst geerntet und sind bei richtiger Lagerung mehrere Monate lang haltbar. Wer intakte Exemplare an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt, kann sich noch Wochen nach dem Kauf über das einzigartige Aroma freuen, das mit der Zeit sogar intensiver wird. Typische Winterkürbisse sind die Riesenkürbisse, die nur selten zum Kochen verwendet werden. Stattdessen halten sie oft als Halloween-Dekoration her. Winterkürbisse sind nicht nur groß, sie haben meist auch eine harte Schale. Eine Ausnahme bildet der kleinere Hokkaido-Kürbis. Der aus Japan stammende Kürbis hat eine dünne, essbare Schale. Ein Hingucker unter den Winterkürbissen ist der sogenannte Türkenturban: Weil sich der Blütenstand nicht verwächst, entsteht eine spezielle Form mit mehreren Farben, die an einen Turban erinnert.

Moschuskürbisse haben wenige Kerne, dafür viel Fruchtfleisch

Moschuskürbisse duften in reifem Zustand tatsächlich leicht nach Moschus und schmecken intensiv nussig. Sie haben nur wenige Kerne, dafür umso mehr Fruchtfleisch. Bei angemessener Lagerung halten sich Moschuskürbisse mit intakter Schale und unversehrtem Stiel ebenfalls monatelang. Zu den Moschuskürbissen gehört der flachrunde Muskatkürbis. Er verbreitet einen eher süßlichen Duft, der an Muskat erinnert. Ein weiterer beliebter Moschuskürbis ist der birnenförmige Butternusskürbis, dessen zartes Fruchtfleisch leicht buttrig schmeckt.

Für welchen Kürbis man sich auch entscheidet: In der Küche lassen sich die leckeren Gewächse vielseitig verarbeiten. Ob als Salat oder Suppe, im Püree, als Gemüsebeilage oder sogar im süßen Kuchen – der Kürbis ist gesund und eignet sich für Vor-, Haupt- und Nachspeise.

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