Kulinarisch unterwegs / 10. Juni 2016

Essen in der Ukraine: Von Brotwasser bis Birkensaft!

 

Seit Urzeiten sind die Ukrainer für ihre Gastfreundschaft bekannt. Ihre landestypischen Spezialitäten haben sich grenzübergreifend einen Namen gemacht. Wir stellen euch elf kulinarischen Köstlichkeiten der Ukraine vor.

Top-Elf Ukraine
Quelle: Fotolia

Wareniki.

Das Nationalgericht der Ukraine! Wareniki sind gefüllte, in Wasser gegarte Teigtaschen, sie ähneln unseren Maultaschen und sind in 30 Miunten lecker zubereitet. Wie das geht, erfährst du hier. Tipp: Bei den Füllungen kann man zwischen deftig und süß wählen. Wareniki mit Hackfleisch und Kohl sind der Klassiker, auch Kartoffeln und Zwiebeln eignen sich fürs Innenleben. Die deftigen Taschen werden gern mit Schmand serviert. Wer es lieber süß mag, füllt die Wareniki mit Erdbeeren oder Kirschen.

Borschtsch.

Die Rote-Bete-Suppe ist weltweit bekannt, vor Jahrhunderten sicherte der deftige Eintopf die Vitaminversorgung der Bauern. Auch heute hat fast jeder Haushalt der Ukraine seine eigenen Borschtsch-Variante. Hauptzutat ist immer Rote Bete, die der Suppe ihre schöne Farbe gibt. Zusätzlich tummeln sich Speck oder Rindfleisch sowie Weißkohl, Kartoffeln, Zwiebeln und Tomaten im Eintopf. Das passende Rezept gibt´s hier.

Galuschki.

Niedlicher Name, großer Geschmack! Die ukrainischen Knödel werden aus Mehl, Butter, Eiern und Salz hergestellt. Nach dem Bad im kochenden Wasser schmecken die Klößchen mit Käse und Speck.

Artyomow.

Prösterchen! Der feine Sekt aus der Ostukraine macht Laune beim Anstoß(en)! Das Weingut, ein ehemaliges Gipsbergwerk, liegt unter der Erde. Die unterirdische Kellerei hält Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf Idealmaß.

Kwas.

Wer statt Sekt lieber Malzgeschmack bevorzugt, kann sich mit Kwas vergnügen – ein uraltes ostslawisches Getränk, das übersetzt etwa „Saurer Trank“ heißt und durch Gärung aus Brot entsteht. Der Brottrunk schmeckt leicht nach Malzbier und Zitrone, er enthält bis zu 1,44 Prozent Alkohol. Seit Jahrhunderten ein Erfolgsgetränk!

Uswar.

Der Smoothie der Ukraine wird nicht aus frischen, sondern aus getrockneten Früchten hergestellt. Sie werden zuvor kurz aufgekocht und müssen dann lange ziehen.

Birkensaft.

Wasser marsch! Im Frühling, wenn die Birkenstämme voller Nährstoffe stecken, wird geerntet, der Saft aus den Stämmen gezapft und in ein beliebtes Erfrischungsgetränk verwandelt. Birkensaft ist sehr gesund, steckt voller Aminosäuren, Vitamin C, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Tee.

Abwarten und Tee trinken: Die Ukrainer lieben Tee, sie konsumieren ihn viel häufiger als Kaffee. Teestunde ist geradezu jederzeit – er wird von morgens bis spät in die Nacht getrunken.

Horilka.

An ihm kommt man nicht vorbei: der Wodka der Ukraine. Egal zu welcher Tageszeit: Wird vom Gastgeber ein Horilka eingeschenkt, muss man das Glas in einem Zug leeren. Wer dies nicht macht, gilt als schwach und unhöflich. Eine echte Horilka-Verkostung wird begleitet von Salo (Speck), Hering und eingelegten Salzgurken.

Massandra.

Das gleichnamige Weingut an der Südküste der Halbinsel Krim wurde 1894 für den alleinigen Zweck erbaut, die Sommerresidenz des letzten russischen Zaren Nikolaus II. mit Wein und Krimsekt zu versorgen. Heute ist das beliefert das Weingut die ganze Welt mit Massandra-Weinen. Auf 2.500 Hektar Rebfläche wachsen schwere, süßliche Rot-, Weiß- und Portweine heran. Weine, die die Ukrainer lieben!

Kefir.

Die Ukrainer schwören auf das „Getränk der 100-Jährigen“. Traditioneller Kefir wird mit Kulturen aus dem tibetischen oder kaukasischen Milchpilz hergestellt. Kefir stärkt das Immunsystem, verbessert die Darmflora, hilft bei chronischer Müdigkeit und Nervosität und reguliert zudem den Blutdruck. Kefir hat dabei wenig Fett und kaum Kalorien.

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