Saisonal kochen / 13. Februar 2017

Krapfen selber machen: So gelingt das Siedegebäck

 

Ob Karneval, Fasching oder Fasnet – die 5. Jahreszeit wird je nach Region ganz unterschiedlich bezeichnet. Mindestens genauso viele Namen haben die süßen Stücke: Die Berliner nennen sie Pfannkuchen oder Berliner Ballen. Im Süden Deutschlands heißen sie Krapfen. Im Westen nennt man sie Kräppel oder Berliner.

Pfannkuchen oder Krapfen zum Karneval
Quelle: karepa / Fotolia

Früher dienten die nahrhaften Krapfen in der närrischen Zeit als Energiespender, bevor es in die Fastenzeit ging. Dafür wurden die leicht verderblichen Vorräte aufgebraucht. Egal, wann ihr euch einen süßen Krapfen gönnen wollt – mit diesen Tricks gelingt er ganz einfach.

Krapfen: Lockerer Hefeteig als Basis

Krapfen bestehen aus einem feinen Hefeteig, der in siedendem Fett ausgebacken wird. Ein passendes Rezept findet ihr hier. Für die Zubereitung des Teigs benötigt ihr:

  • Mehl
  • Zucker
  • eine Prise Salz
  • Hefe
  • Milch
  • Butter
  • Eier

So geht´s: Zunächst die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Salz und Hefe) miteinander vermengen. Milch und Butter erwärmen, mit den Eiern verquirlen und zu der Mehlmischung geben. Alle Zutaten gut verkneten und den Hefeteig anschließend an einem warmen Platz gehen lassen, bis er die doppelte Größe angenommen hat.

Bevor ihr die Krapfen formt, solltet ihr den Teig noch einmal durchkneten. Um die Portionen gleichmäßig abzuteilen, nehmt ihr am besten einen Esslöffel zu Hilfe. Mit etwas Druck formt ihr zwischen den Handflächen Kugeln, die ihr auf einer bemehlten Arbeitsfläche flachdrückt. Die Fladen sollten in etwa die Größe der späteren Krapfen haben. Mit einem Küchentuch abdecken und erneut eine halbe Stunde ruhen lassen.

Durchs Frittieren erhalten die Krapfen ihre Form

In der Zwischenzeit könnt ihr anfangen, das Fett in einer tiefen Pfanne, einem Topf oder der Fritteuse zu erhitzen. Pflanzenöl eignet sich genauso gut wie Butterschmalz. Wenn ihr den Stiel eines Holzlöffels in das Fett haltet und sich daran Blasen bilden, hat es die richtige Temperatur. Dann gebt ihr die Teigfladen nach und nach in das heiße Fett und backt sie von jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten, bis sie goldbraun sind. Der typische weiße Ring am Krapfenrand bildet sich automatisch.

Mit einer Schaumkelle die Krapfen aus dem Fett holen und zum Abtropfen auf ein Küchenkrepp legen. Noch im warmen Zustand verseht ihr sie mit einer Füllung eurer Wahl. Das gelingt mit einer Soßenflasche, einer Garnierspritze mit spitzer Tülle oder mit einer großen Spritze aus der Apotheke.

Regionale und fantasievolle Varianten der Krapfen

Eine typische Füllung für österreichische und süddeutsche Krapfen ist Marillenmarmelade. Im Norden Deutschlands füllen Bäcker die Berliner meist mit roter Konfitüre. In Ostdeutschland ist es üblich, die Krapfen mit Pflaumenmus zu verfeinern, während die Franken und Schwaben Hagebuttenmark bevorzugen. Je nach Lust und Laune füllt ihr Erdbeer- oder Himbeermarmelade, Nougatcreme, Vanillepudding oder Eierlikör in die Krapfen. Auch eine exotisch-fruchtige Mango-Kokosfüllung schmeckt super.

Zum Schluss nicht vergessen, den Krapfen zu verzieren. Am einfachsten gelingt das mit Kristall- und Puderzucker. Alternativ könnt ihr Zuckerguss darüber geben. Schokosplitter halten darauf genauso gut wie bunte Schokolinsen und Zuckerstreusel. Dann erinnern die Krapfen an einen fröhlichen Konfettiregen.

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