Saisonal kochen / 19. März 2017

Frühlingszwiebeln – die perfekten Begleiter für eure Frühlingsküche

 

Sie hält mehr, als ihr Name verspricht: Die Frühlingszwiebel, auch Lauchzwiebel genannt, ist kein Saisongemüse, sondern ganzjährig erhältlich. Und das ganze Jahr hindurch kann man mit ihr wunderbar kochen, Salate aufpeppen oder sie in Dips und Aufstrichen verarbeiten. Dabei kann ihr Name schnell in die Irre führen: wie alle Zwiebeln gehört sie zwar zu den Lauchgewächsen, doch mit Gemüselauch hat sie allenfalls äußerliche Ähnlichkeit. Allerdings sind die Blätter der Lauchzwiebel röhrenförmig, die des Lauches hingegen flach.

Frühlingszwiebeln
Quelle: alicjane/fotolia

Eigentlich sind Frühlingszwiebeln richtiggehende Zwiebeln, nur werden sie früher geerntet als ihre „großen Schwestern“, die Haushaltszwiebeln – die kleine, fast noch nicht ausgeprägte Knolle bleibt daher milde. Die Frühlingszwiebel schmeckt so auch Menschen, denen Zwiebeln sonst zu intensiv sind.

Die Frühlingszwiebel ist leicht und fast komplett zu verarbeiten

Frühlingszwiebeln sind einfach zu verarbeiten und fast vollständig nutzbar. Kurz waschen, die feinen Wurzelhaare und das meist etwas trockene Ende der Blätter abschneiden, vielleicht noch die feine Haut von der Knolle abziehen – fertig. Ganz nach Geschmack könnt ihr die weißen und grünen Bestandteile der Frühlingszwiebel in schmale oder breitere Ringe schneiden und sie vielen Gerichten hinzufügen. Lagern solltet ihr Frühlingszwiebeln nicht länger als eine Woche, denn dann wird die kleine Knolle hart, und die Blätter trocknen zunehmend aus.

Egal, was ihr zubereiten wollt – Frühlingszwiebeln könnt ihr mit vielen Lebensmitteln kombinieren. Nicht nur zu asiatischen Gerichten passt das kleine würzig-aromatische Gemüse, auch in Rohkostsalaten oder als Beilage, in quarkbasierten Speisen, Rührei oder Dips bereichern Frühlingszwiebeln das Aroma. Da sie noch dazu dekorativ aussehen, machen sie auch auf Quiches ein gutes Bild.

Bei der Zubereitung in der Pfanne oder beim Dünsten sollten die kleinen weißen und grünen Ringe nicht zu viel Hitze abbekommen, sie büßen schnell ihr Aroma ein oder verbrennen.

Holt euch ein Stück Gesundheit auf den Teller

Der Nährstoffgehalt der Frühlingszwiebel kann sich sehen lassen: Neben sekundären Pflanzenstoffen enthält sie jede Menge Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Zudem ist sie fett- und kalorienarm, womit sie für die Frühlingsküche optimal geeignet ist.
Ihre ätherischen und schwefelhaltigen Bestandteile geben Speisen eine ganz besondere Geschmacksnote -milder als bei echten Zwiebeln, aber doch spürbar intensiv. Ihr Inhaltsstoff Allicin kann entzündungshemmend wirken, Frühlingszwiebeln gelten zudem als Appetitanreger, harntreibend, die Verdauung fördernd sowie den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel senkend. Außerdem wird ihnen eine zellschützende Wirkung zugesprochen.

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